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Pressemeldungen | 22.10.2020

Patrick Konrad wird auf der Giro-Königsetappe über das Stilfser Joch starker Sechster

207 Kilometer, 5.400 Höhenmeter und das berühmte Stilfser Joch – die 18. Etappe des Giro d’Italia wurde nicht ohne Grund schon vor dem Start von vielen Experten zur Königsetappe der diesjährigen Italienrundfahrt erklärt. Wie am Vortag setzte sich schon früh im Rennen eine 15-köpfige Ausreißergruppe vom Feld ab, während sich dahinter die Favoriten im Kampf um die Gesamtwertung – darunter die BORA-hansgrohe Profis Rafal Majka und Patrick Konrad – beäugten. Nachdem die erste Etappenhälfte verhältnismäßig ruhig verlief, entwickelte sich am Stilfser Joch ein Schlagabtausch der Klassementfahrer. Während das Team Ineos und das Team Sunweb attackierten und mit ihrem Tempodiktat die Favoritengruppe sprengten, fuhren Majka und Konrad gemeinsam mit dem Träger des Rosa Trikots, João Almeida, über das Stilfser Joch – mit 2.758 Metern das Dach des diesjährigen Giros. Am folgenden Schlussanstieg zu den Laghi di Cancano entwickelte sich schließlich ein Rennen gegen die Uhr zwischen den verschiedenen Gruppen: Patrick Konrad konnte sich im Finale noch von Almeida absetzen, während Rafal Majka auf den letzten Kilometern zurückfiel. Am Ende erreichten die beiden BORA-hansgrohe Kapitäne das Ziel auf den Positionen sechs (Konrad, + 4:04 Minuten hinter dem Tagessieger Jai Hindley) und elf (Majka, + 6:43 Minuten). Konrad rangiert nun auf Rang sieben in der Gesamtwertung (+ 5:40 Minuten), Majka ist Elfter (+ 7:28 Minuten).

Ergebnis

01 J.Hindley                  6h03’03”
02 T.Geoghegan Hart     gl. Zeit
03 P.Bilbao                    + 0’46”

06 P.Konrad                   + 4’04”
11 R.Majka                    + 6’43”

Reaktionen im Ziel

"Das war eine Hammer-Etappe! Leider habe ich meine Beine schon am ersten Anstieg gespürt, weshalb ich am Stilfser Joch entschieden habe, mein eigenes Tempo zu fahren und nicht ans Limit zu gehen. Ich wollte nichts riskieren. Am letzten Anstieg ist es mir dann wieder besser gegangen. Ich hatte mehr Kraft und konnte sogar einige der anderen Klassementfahrer distanzieren. Insgesamt war es deshalb ein guter Tag für mich. Noch folgen drei Etappen, darunter eine schwere Bergetappe und das Zeitfahren, bevor der Giro entschieden ist." – Patrick Konrad

"Es war eine alles andere als einfache Etappe für mich, vom Start weg habe ich mich nicht so gut gefühlt. Trotzdem habe ich mein Bestes gegeben und versucht, so lange wie möglich mitzuhalten. Die Anstiege hinauf auf den Stelvio und ins Ziel waren sehr hart. Ich hoffe, dass ich mich für die verbleibenden Etappen wieder erholen kann." – Rafal Majka

"Mit mehr als 5.400 Höhenmetern war der heutige Tag sehr anspruchsvoll, eine absolute Hammer-Etappe. Wir wussten, dass die Entscheidung am Stilfser Joch fallen würde, entsprechend haben wir unsere Kapitäne bis dahin so gut wie möglich beschützt. Am Stelvio selbst ist das Peloton dann auseinandergerissen und es kam auf die einzelne Stärke eines jeden Fahrers an. Rafal und Patrick überquerten die Passhöhe gemeinsam mit dem Rosa Trikot, aber am Schlussanstieg musste Rafal den Preis dafür bezahlen, dass er sich den ganzen Tag über nicht so gut gefühlt hatte. Er verlor daher leider ein paar Positionen in der Gesamtwertung. Dafür hat Patrick eine sehr gute Leistung gezeigt und sich im Klassement verbessert. Da die Ersten in der Gesamtwertung sehr dicht beieinander liegen, erwarten wir für die letzten Tage actionreiche Etappen. Wir hoffen, dass Rafal seine Form wiederfindet und sich im Klassement wieder unter die besten Zehn vorarbeiten kann. Außerdem würden wir Patrick gerne unter den besten Fünf platzieren." – Jens Zemke, Sportlicher Leiter

Foto: Bettiniphoto

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